bemüßigen


bemüßigen
be|mü|ßi|gen 〈V. tr.; hat; veraltetveranlassen, nötigen (etwas zu tun)

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be|mü|ßi|gen, sich <sw. V.; hat [zu müßig] (geh., selten):
sich einer Sache (eigentlich unnötigerweise) bedienen:
sich bemüßigt sehen/fühlen/finden (geh., oft iron.; sich veranlasst, genötigt fühlen, etw. [eigentlich Überflüssiges, Unnötiges] zu tun: ich fühlte mich bemüßigt, eine Rede zu halten).

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be|mü|ßi|gen, sich <sw. V.; hat [zu ↑müßig] (geh., selten): sich einer Sache (eigentlich unnötigerweise) bedienen: Aus dieser Nachricht auch nur eine Anekdote zu machen hieße sich einer unziemlichen Breite b. (Bamm, Weltlaterne 168); *sich bemüßigt sehen/fühlen/finden (geh., oft iron.; sich veranlasst, genötigt fühlen, etw. [eigentlich Überflüssiges, Unnötiges] zu tun): ich fühlte mich bemüßigt, eine Rede zu halten; ich sehe mich bemüßigt, aus Buchstaben Wörter, aus Wörtern Sätze zu bilden, um Vergangenes ... in eine Scheinwelt zu übertragen (Hagelstange, Spielball 9).

Universal-Lexikon. 2012.

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  • Bemüßigen — Bemüßigen, verb. reg. act. welches am häufigsten in Oberdeutschland und den Hochdeutschen Kanzelleyen üblich ist, nöthigen, zwingen, doch mit einiger Milderung des unangenehmen Nebenbegriffes. Ich würde es nicht gethan haben, wenn mich nicht… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • bemüßigen — be|mü|ßi|gen (gehoben für sich einer Sache bedienen) …   Die deutsche Rechtschreibung

  • gemüßigt — ge|mü|ßigt 〈Adv.; selten〉 bemüßigt * * * ge|mü|ßigt (veraltet): in der Wendung sich g. sehen/fühlen/finden (vgl. bemüßigen). * * * ge|mü|ßigt (veraltet): in der Wendung sich g. sehen/fühlen/finden (↑bemüßigen) …   Universal-Lexikon

  • Müßigen (2) — 2. Müßigen, verb. reg. act. welches gleichfalls nur im Oberdeutschen und den Kanzelleyen üblich ist, wo es für zwingen gebraucht wird. Sich zu etwas gemüßiget finden. Unser gegenwärtiges höchst gemüßigtes Verfahren, wozu wir uns gar sehr… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart